In der Praxis werden sich jedoch viele Arbeitgeber und Arbeitnehmer auf Abfindungsbestimmungen einigen, um langwierige Gerichtsverfahren über die Wirksamkeit der Kündigung zu vermeiden. Diese Abfindung beträgt oft 50 % des Monatsgehalts pro Dienstjahr. Dies kann jedoch je nach Der Stärke des Kündigungsgrundes und der bisherigen Praxis des Arbeitgebers erheblich variieren. Der Arbeitgeber hat bei beendigung des Arbeitsverhältnisses die geltende Kündigungsfrist einzuhalten. Die grundlegende Kündigungsfrist beträgt vier Wochen, die vom 15. oder letzten Tag eines Kalendermonats zurückgezählt werden. Diese Kündigungsfrist erhöht sich je nach Dienstalter des Mitarbeiters. Der Arbeitsvertrag kann längere Kündigungsfristen vorsehen. Tarifverträge können kürzere Kündigungsfristen vorsehen. In einem Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern gibt es keinen Kündigungsschutz, so dass eine Kündigung nicht gerechtfertigt werden muss. Die Kündigung darf jedoch nicht diskriminierend sein oder gegen öffentliche Richtlinien verstoßen.

Bei schwerer Verletzung des Arbeitsvertrages kann der Arbeitgeber eine Kündigung vornehmen und die Beschäftigung mit sofortiger Wirkung beenden. Diese Kündigung muss innerhalb von zwei Wochen zugestellt werden, wenn der Arbeitgeber Kenntnis von den zugrunde liegenden Tatsachen erlangt hat, die die Kündigung verursacht haben. Die Schwelle für die Wirksamkeit einer Kündigung ist recht hoch. Die Beweislast liegt beim Arbeitgeber und die Arbeitnehmer können eine Kündigung vor Gericht anfechten. Um wirksam zu sein, muss die Beschwerde innerhalb von drei Wochen nach Erhalt der Kündigung eingereicht werden. Kann der Fall nicht beigelegt werden, kann das Gericht nur entscheiden, dass die Kündigung entweder wirksam (aus ausreichenden Gründen) oder nicht wirksam ist. Wenn die Kündigung wirksam wird, endet die Beschäftigung am Ende der Kündigungsfrist und der Arbeitnehmer hat keinen Anspruch auf Abfindung (es sei denn, es gibt einen Sozialplan oder Tarifvertrag, der eine Abfindung vorsieht). Ist die Kündigung nicht wirksam, muss der Arbeitnehmer in der vorherigen Position wieder eingestellt werden und ist berechtigt, ab dem Ende der Kündigungsfrist zu zahlen. In der Regel ist die Beendigung eines Arbeitsverhältnisses durch einen Kündigungsvertrag wirtschaftlich am sinnvollsten. In vielen Fällen wird eine gegenseitige Vereinbarung getroffen, das Arbeitsverhältnis mit einem Kündigungsvertrag oder einer gerichtlichen Einigung zu beenden.

Kündigungsverträge müssen in schriftlicher Form abgeschlossen sein. Das bedeutet, dass beide Parteien das Abkommen selbst unterzeichnen müssen. Um Fehler zu vermeiden, die oft sehr kostspielig sein können, sollte ein Anwalt eingeschaltet werden, bevor ein Kündigungsvertrag geschlossen wird. Im Wesentlichen kann ein Kündigungsvertrag folgende Informationen enthalten: In Deutschland gibt es keine gesetzliche Abfindung. Arbeitnehmer haben nur Anspruch auf Abfindungen im Rahmen eines Sozialplans mit dem Betriebsrat (häufig vereinbart bei Massenentlassungen) oder im Rahmen eines Tarifvertrags. Neben dem allgemeinen Kündigungsschutz gibt es für bestimmte Arbeitnehmergruppen auch besondere Kündigungsschutzbestimmungen, auch aber nicht beschränkt auf: In Betrieben mit mehr als zehn Beschäftigten muss die Kündigung von Arbeitnehmern, die seit mehr als sechs Monaten beschäftigt sind, «sozial gerechtfertigt» sein. Die «sozial begründete» Kündigung beruht in der Regel auf personenbezogenen Gründen (z. B. Langzeiterkrankungen), verhaltensbedingten Gründen (z. B.

wiederholte Verstöße gegen die Beschäftigungsbedingungen nach vorheriger Abmahnung) oder betrieblichen Gründen (z. B. Schließung eines Unternehmens). Die Kündigung von Arbeitsverhältnissen durch Kündigungs- oder Kündigungsvertrag muss schriftlich erfolgen, um gültig zu sein.